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Consult (Asia)
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China News & Views 9/04
English Version below
Anfragen Hilfesuchender auf unsere Ausg.7/04 „Hong Kongs Inkassobüros:
Forderungen zu überschaubaren Kosten
beitreiben“ zeigen: Oft ist Leichtsinn im Spiel.
Wer über den Verfall der Sitten im Geschäftsleben lamentiert, meint damit fast immer die Zahlungsmoral. Ob diese heute tatsächlich schlechter ist als in schlechten Zeiten vergangener Jahrzehnte, mag dahingestellt bleiben. Ganz sicher aber auf den Hund gekommen ist oft die Dokumentation von Geschäften: Selbst wo es um stattliche Beträge geht, und der Verkäufer seinen Kunden am anderen Ende der Erde kaum je zu Gesicht bekam, scheinen von den Parteien unterschriebene Kaufvertrage selbst in simpelster Form, ordentlich unterschriebene Aufträge usw. aus der Mode gekommen zu sein. Geht dann etwas schief, so hat der Verkäufer einen Stapel E-Mailkorrespondenz, die sich jeder auch leicht selber schreiben kann und deshalb kaum Beweiskraft hat, eine Kopie der von ihm selbst ausgestellten Rechnung und bestenfalls noch einen Durchschlag des Frachtbriefes, der dann wenigstens beweist, dass der Käufer überhaupt etwas bekommen hat.
Nicht einmal Frachtpapiere sind als Beweismittel zur Hand in Fällen, wo der Käufer –per E-Mail natürlich- zunächst fest bestellt, es sich dann aber anders überlegt, und den Verkäufer auf der Ware mit der Aufmunterung sitzen lässt, er möge sie doch anderweitig veräußern. Hier wird der Verkäufer durch den Schaden vielleicht klug, jedoch reich ganz sicher nicht.
Doch nicht nur letzterer riskiert mit derart lockerem Geschäftsgebaren Kopf und Kragen. Ganz ähnlich arm dran ist ein Käufer, der von seinem Lieferanten zunächst Mist und dann –natürlich per E-Mail- jede Menge Versprechungen erhält, den Schaden zu reparieren, ersetzen, ungeschehen zu machen…. Sonst geschieht natürlich nichts, irgendwann lässt der Verkäufer schlicht nichts mehr von sich hören, und der Käufer findet in der Lektüre all der bis zuletzt netten Mails des Übeltäters plötzlich keinen Trost mehr, denn sie sind ohne Beweiskraft.
Selbst hiesige Inkassobüros (jedenfalls die besseren!), die bei ihren Methoden sonst nicht eben zimperlich sind, treten bei derart dürrer Beweislage nicht oder nur halbherzig an; endet die (eher aus der Tradition verständliche) Duldung ihres Treibens durch unsere Obrigkeit doch sehr schnell, wenn nicht einmal sicher ist, dass der Gepiesackte überhaupt etwas schuldet.
Unser Rat daher: Beschränken Sie E-Mail auf die Vorverhandlungen. Verträge und alles Relevante muss die Unterschrift der sich Verpflichtenden tragen. Kurierpost geht heute so schnell um die Welt, dass der Zeitfaktor hier schwerlich als Grund herhalten kann, diese simple Vorsicht außer Acht zu lassen.
Mit besten Grüßen aus Hong Kong
Ihr DEUTSCHE CONSULT Team
1/F
Wilshire Park,
12-14 MacDonnell Road,
Central, Hong Kong
Tel.:
(+852) 2522 7099
Fax: (+852) 2522 4766
editor@deutsche-consult.com
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Echoes from Readers of our News & Views 7/04 “Hong Kong’s Debt Collectors: Faster and
(almost always) Cheaper than Litigation” often reveal an astounding lack of prudence.
The said article resulted in a number of calls for assistance from readers, who had suffered losses at the hands of local traders. Personally, we have no reason to doubt that they told us anything but God’s truth. When asked to provide evidence, however, all these victims had on hand were e-mails -too easy to forge to constitute substantial documentary evidence. Good old order forms, contracts, mutually signed bought/sold notes etc. seem to have gone out of fashion. Invoices presented to us bearing just the vendor’s signature (if any!), sole tangible evidence that at least something had indeed been sent to the buyer was then often a copy of the Bill of Lading or Airway Bill; better than nothing, but not that much to go by when tested in court.
In one incident an overseas buyer also learned the hard way that e-mails can not be relied upon: His supplier had asked for and received prepayment and then promptly delivered sub-standard merchandise. The buyers e-mailed complaints, tracers and chasers were all answered by email messages where the vendor apologized profusely and promised any and all sorts of redress the buyer might care to accept. After a while though, all that good will strangely subsided, and the buyer heard no more….
Needless to say that even Hong Kong’s not so mild mannered debt collectors tread more carefully, where evidence to support their demand for payment is absent or weak: Local authorities do show some degree of tolerance for their time-honoured work, but it cannot be counted on, where a claim is clearly baseless!
Vendors and buyers alike are, therefore, well advised to see to it that their rights and obligations are laid down in duly signed documents –not just in a string of e-mails!
With kind regards
Your DEUTSCHE
CONSULT Team
1/F Wilshire Park,
12-14 MacDonnell Road,
Central, Hong
Kong
Tel.: (+852) 2522 7099
Fax: (+852) 2522 4766
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