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China News & Views 3/05  

English Version below

  

Verkaufen in China.

Chancen & Risiken (nicht nur) für deutsche Unternehmen.

 

Fast täglich liest man irgendwo von dem riesigen Absatzmarkt China, der kommenden Supermacht Asiens mit einem Wirtschaftswachstum von unglaublichen 9.5 Prozent und mehr, das nicht zu bremsen ist, nicht einmal von Beijings Oberen selbst.

Doch ist es wirklich so, dass 1.3 Mrd. Chinesen nur darauf warten, mit jeder Art von Waren „Made in Germany“ beglückt zu werden? Die Antwort ist, das sei gleich vorangestellt, ein klares Nein:

Kühlschränke, Waschmaschinen, Fernseher, Küchengeräte, Videorecorder, PCs, Laptops...-die Liste ist erschreckend lang, und sie wird täglich länger-  die noch vor zehn Jahren begehrte Geschenke in Taiwan oder im Westen lebender Verwandter waren, produziert China heute in bester Qualität nicht etwa nur für den Export, sondern auch den heimischen Markt, und zwar in solchem Überfluss, dass dort inzwischen regelrechte Preiskämpfe toben.

Ähnliches gilt für Werkzeuge und viele Werkzeugmaschinen; ja sogar bei Druckmaschinen sind  Heidelberger und Italiener nicht mehr unter sich: „Dreiviertel so gut und nur halb so teuer“ begründete hier ein Drucker kürzlich lapidar seine Entscheidung, den bisher deutschen Maschinenpark auf „Made in China“ Modelle umzurüsten.   

 

Nicht nur für deutsche Exporteure gilt deshalb in jedem Einzelfall zunächst einmal sorgfältig zu prüfen, was in allzu vielen Fällen leichtfüßig schlicht angenommen wird, nämlich:

 

Sind meine Produkte in China konkurrenzfähig und überhaupt gefragt?

 

Made in Germany steht in China für Maschinen, Autos, Chemie- und Pharmaprodukte, nicht für Mode oder gutes Essen und gilt obendrein als teuer...

 Vieles stellt China, wie gesagt, selbst her, und wo es importieren muss, liegen die Exportmächte Korea, Japan und Taiwan direkt vor der Haustür; überdies drängen die USA massiv auf mehr Absatz. 

Wer diese Prüfung  andere durchführen lassen will, wird aus dem Heer der Chinaberater schnell Angebote im Überfluss bekommen. Doch auch hier sind zunächst Spreu und Weizen sorgfältig zu trennen: Viele dieser Consultants sind zwar wortgewandt, haben aber –außer sich selbst natürlich- noch nie etwas verkauft, erst recht nicht in China. Sind sie zudem nicht einmal dort ansässig, sondern wollen Ihre Probleme aus dem fernen Deutschland heraus quasi „telepathisch“ lösen, sind sie Ihr Geld nicht wert! Aber auch bei Beratern vor Ort ist zu bedenken, dass niemand alles kann: Erkunden Sie, ob und welche Kenntnis man von Ihrer Branche hat.  Ist Ihrerseits  umfangreiches Erklären und „Einarbeiten“ notwendig, können Sie die Marktanalyse auch gleich selber und oft besser machen. Letzteres ist ohnehin meist leichter als es aussieht: Wer mit offenen Augen durch Städte wie Shanghai streift, hat im Konsumgüterbereich bald einen recht guten Eindruck für das im Land Angebotene und die Preise.

Stellen Sie Maschinen her, so ist Ihnen natürlich bestens bekannt, was diese produzieren können. Nichts hindert Sie dann, chinesische Anbieter entsprechender Produkte etwa auf Messen (auch in Köln oder Frankfurt!) auf deren Maschinenpark daheim anzusprechen. Allgemein sind Chinesen höfliche Leute und werden für eine Vertiefung solch ersten Kontaktes offen sein; dies umso mehr, wenn Sie jemand mitbringen, der Ihr Anliegen gleich auf Chinesisch vorträgt, denn die Sprachbarriere erweist sich sonst oft schnell als hoch. Billiger als außer Haus gegebene Marktanalysen ist diese Methode allemal –und oft auch effizienter.

 

Sind Sie zu der Überzeugung gelangt, dass der Bedarf für Ihre Waren da ist, so stellt sich als nächste Frage gleich:

 

Wo anfangen in diesem Riesenreich?

 

Mit 9.6 Mio. qkm ist China fast so groß wie die EU, -und mindestens ebenso vielfältig. Die immer noch rückständige Infrastruktur macht Transporte verderblicher Güter über weite Strecken auf dem Landweg unmöglich.

Wo also anfangen?

Unter Kaufkraftgesichtspunkten gilt: Im Landesinneren erreichen die Pro-Kopf-Einkommen oft nur 20% der Küstenprovinzen. Der Küstendurchschnitt liegt zwar auch nur bei US$ 1000,- pro Jahr, doch immerhin rd. 200 Millionen Chinesen haben inzwischen deutlich mehr als das zum Leben Erforderliche (die Zahl der Millionäre wächst rapide!) und zeigen das auch ungeniert. Faustregel: Das Geld sitzt an der Küste zwischen Kanton und Shanghai, allenfalls noch  in  Beijing.

 

Grobe Faustregel für Exporteure von Maschinen, die natürlich Kundennähe suchen: Chinas Leicht- und Mittelindustrie sitzt eher im Perlflussdelta („Kanton“). Im Raum Shanghai und weiter nördlich hat sich dagegen vermehrt auch Schwerindustrie, Autobau  (allen voran Volkswagen Shanghai) usw. angesiedelt. 

 

Doch schon ist die nächste Frage dann:

 

Sollte ich in China einen eigenen Standort haben?

 

 Von Grossunternehmen, bei denen man die Errichtung weithin sichtbare „Baudenkmäler“ in jedem Land, wo sie agieren,  geradezu erwartet, einmal abgesehen,  sollten kleine und mittlere Unternehmen mit nicht ganz so tiefen Taschen hier einen Fuβ vor den nächsten setzen: Allein der Export aus Deutschland heraus wird zwar (wenn überhaupt!) nur in der Anfangszeit möglich sein, denn auch in China wollen die Kunden einen Ansprechpartner vor Ort, der –durchaus im Wortsinn- ihre Sprache spricht.

Doch bieten sich hier gleich zwei gangbare Wege an:

Entweder sucht man einen unabhängigen Agenten, der  auf  Kommissionsbasis oder als Großhändler auf eigene Rechnung handelt. Die Auswahl ist hier äußerst sorgfältig zu treffen; keinesfalls genügt es, „dem  Neuen“ schlicht ein  paar Container Ware auf den Hof zu stellen!

Nicht dass Chinesen schlechte Händler wären. Typisch ist jedoch (noch jedenfalls!) eine gewisse Bazarmentalität; nicht der stets auf seinen guten Ruf bedachte „hanseatische“ Kaufmann, der quasi mit seinem Ehrenwort weit verzweigte Kundenbeziehungen aufbaut oder gar mit After-sale-Service pflegt. Die Empfänglichkeit für kundenorientierten Verkauf ist auch bei den diesbezüglich nicht gerade verwöhnten chinesischen Käufern jedoch mit Sicherheit da. Wer mit ihr in den Markt kommen will, tut gut daran, dem Mann vor Ort zu helfen, und ihn anzuhalten, serviceorientiert zu sein. Das kann viel Geduld, Einfühlungsvermögen und diskrete Überwachung erfordern. Doch die Japaner, auch 60 Jahre nach dem Krieg in China sonst eher unbeliebt, sind auf die Art als Hersteller wie Verkäufer im Lande weit gekommen. Grund genug, es ihnen nachzutun.

Wer meint, von Anfang an oder im zweiten Schritt eine eigene Vertriebsfirma haben zu müssen,  hat hierzu neuerdings die Möglichkeit, denn seit 12/2004 sind Ausländern eigene Handelsgesellschaften erlaubt. Das hierfür einzubringende Mindestkapital ist mit USD 36,000.- für Einzelhändler und USD 60,000.- für Großhandelsbetriebe zudem recht moderat, der Papierkrieg für Chinas Verhältnisse überschaubar und in 3-4 Monaten meist erledigt.

Diese Lösung ist der Eröffnung eines Repräsentanzbüros, das eigentlich nichts darf, aber lange der billigste Weg zu einem eigenen „Türschild“ in China war, allemal vorzuziehen.  Sie entbindet jedoch nicht von der Einstellung sorgfältig ausgesuchten lokalen Personals:

Wer in China kein Chinesisch kann, ist kaum mehr als ein taubstummer Analphabet, und wer Ausländer ist, wird, auch nach Jahren im Lande, als solcher behandelt: Das Klavier der Vetternwirtschaft, Tricks, Schleichwege, Hintertürchen, auf dem  Landeskinder so selbstverständlich wie erfolgreich täglich spielen, bleibt ihm weitgehend verwehrt. Und wenn ein ordentlicher Chinese von so einem  „fremden Teufel“ (landesweit gängiges Kosewort für alle „Langnasen“) das sonst allfällige Schmiergeld überhaupt annimmt, muss der erheblich mehr zahlen. Bei Marktfrauen, Händlern, und überall wo kein Festpreis gilt, muss er das ja schließlich auch...

 

Unabdingbar sind lokale Leute, ob nun freie Agenten oder Angestellte, auch im tagtäglichen Kampf mit Chinas  Behördenlabyrinth:

 

Zunächst einmal dürfen viele Produkte ohne besondere Zulassung gar nicht ins Land. Da ist zunächst einmal die China Compulsory Certification (Chinas Pflicht-Zertifizierung, abgekürzt CCC mark), nach der alles, was auch nur entfernt nach Elektrik, Motoren, Medizin, Latex usw., usw. aussieht (insgesamt sind es 19 Obergruppen mit 132 Produktklassen), amtlich getestet und zum Verbringen ins Land zugelassen sein muss. Näheres hierzu finden interessierte Leser unter http://www.ccc-mark.com/china-compulsory-certification.html, und auch der, in China mit mehreren Niederlassungen vertretene, deutsche Tüv macht sich um dieses Thema gern verdient.

 

Ferner gilt generell, dass im Lande ausländische Produkten nur vertrieben werden dürfen, wenn ihre Aufschriften, Gebrauchsanweisungen, Inhaltsangaben usw. zumindest auch in chinesischer Sprache gehalten sind. Sind sie es nicht, ist die Information unzureichend oder die Schrift zu klein, wird die Ware nicht zugelassen, bereits im Lande befindliche beschlagnahmt, und ihr Vertreiber bestraft.

Während das bei Ausländern meist mit einer -u. U. empfindlichen- Geldstrafe, in schwereren Fällen nebst Betriebsschließung und Ausweisung abgeht, müssen lokale Sünder, zumal wenn sie kein Geld haben, sogar mit Leibesstrafe rechnen:  Ihnen winkt schnell "Umerziehung durch Arbeit". Letztere kann die Polizei bis zu einer Dauer von 2 (?) Jahren selbst verordnen. Diese Form des Werkunterrichts findet dann meist mit Hacke und Schaufel in Steinbrüchen oder bei Erdarbeiten statt....

 

Den Landeskindern überlassen sollte man auch die Verzollung importierter Waren:

Wir werden bisweilen gefragt, wo man feststellen kann, wie viel Zoll für ein bestimmtes Produkt zu zahlen ist. Im Dschungel der chinesischen Tarife wahrlich keine leichte Frage; und schon weil die Sätze seit Chinas WTO Beitritt schrittweise auf momentan wohl durchschnittlich nur noch 10 % reduziert werden, haben auch wir nichts Aktuelles zur Hand.  Helfen kann dem ausländischen Interessenten eine Anfrage bei seinem Spediteur, der dann seinen Kontakt in China befragt. Auch dessen Auskunft ist jedoch eher Anhaltspunkt. Letztlich entscheidet der chinesische Zoll nach Anlandung der Ware, und ein gutes Wort von Freunden und Verwandten, die auch motivierende Zuwendungen zu geben wissen, kann bei der Entscheidungsfindung  dann sehr hilfreich sein. Nur um die weite Verbreitung dieses Systems der Vetternwirtschaft und Bestechung zu veranschaulichen: Damit alles unter Kollegen bleibt, beschäftigen Spediteure und Firmen, die viel mit dem Zoll zu tun haben, gern pensionierte Zöllner. Letztere finden als „Zollberater“ auch nicht selten den Weg in die Selbstständigkeit.

 

Auf welchen Zahlungsbedingungen sollte ich bestehen?

 

Gängig und meist unerlässlich sind Zahlung vor Verschiffung, Akkreditiv und,  wo man seinen Käufer halbwegs kennt, auch Kasse gegen Dokumente. Bei Sonderanfertigungen usw. sollte Vorkasse oder wenigstens eine „stramme“ Anzahlung eiserne Regel sein. 

Verträge allgemein haben nämlich in China eher die Verbindlichkeit von Absichtserklärungen; chinesische Gerichte, im Landesinneren bisweilen noch mit verdienten Soldaten als Richter besetzt, verstehen sich allzu oft als Institution zum Schutz ihrer Landeskinder vor fremder Ausbeutung und urteilen entsprechend. Und auch wo der Ausländer obsiegt, heißt das noch lange nicht, dass er auch Geld bekommt: Selbst in Städten wie Guangzhou  kann und ist es vorgekommen, dass ein mächtiger Schuldner den anrückenden Gerichtsvollzieher von ihm zugetanen Kräften der örtlichen Miliz ungestraft halb tot prügeln ließ. Andere schließen den Schuldnerbetrieb schlicht und machen binnen Tagen unter demselben Dach mit denselben Leuten nur unter neuen Namen wieder auf. Nach einigen Schätzungen bleiben fast 50 % aller gerichtlichen Schuldtitel im Lande nicht oder nur teilvollstreckt. Bei der Durchsetzung von Schiedssprüchen der Internationalen Handelskammern in Genf, Paris oder anderswo, wie sie gelegentlich auch Verträge zwischen Deutschen und Chinesen vorsehen, dürfte die Erfolgsrate noch weit darunter liegen.

 

Weil oft erfragt, sei hier auch klargestellt: Der in Deutschland übliche  Eigentumsvorbehalt greift in China nicht, so dass man zusammenfassend durchaus sagen kann: Wer Ware, bezahlte wie unbezahlte, nach China schickt, ist diese auf Nimmerwiedersehen los.

Anders nur, wenn  die Lieferung unter Akkreditiv oder „Kasse gegen Dokumente“ erfolgt. Doch auch hier heißt’s aufgepasst, denn gern sehen chinesische Akkreditive unakzeptable Klauseln vor. Eine ist dabei so häufig, dass sie hier erläutert sein soll: Gemeint ist die Forderung, dass der Frachtbrief an die Order des Käufers –statt (richtig) an die das Akkreditiv eröffnende Bank- lauten soll. Lässt sich der Verkäufer hierauf ein, so liefert der Spediteur dem Käufer die Ware nach Ankunft in China sofort und völlig rechtens aus.

Sind die  unter dem Akkreditiv der eröffnenden Bank eingereichten Dokumente dann fehlerhaft, wie es häufig passiert, so zahlt diese nicht; –und der Käufer ohnehin nicht, denn er hat ja schon die Ware...Lautet der Frachtbrief dagegen an Order der Bank, muss diese unter dem Akkreditiv entweder zahlen oder die Ware zur Verfügung des Verkäufers halten und tut das auch. Überhaupt gilt, dass Chinas Banken im internationalen Handelsgeschäft allgemein zwar bürokratisch doch zuverlässig arbeiten, weshalb Banken nicht nur in Deutschland chinesische Akkreditive gern bestätigen –die Gebühr dafür ist schnell verdientes Geld.  

Und schließlich:

Sollte ich, zumindest auf längere Sicht, im Land auch produzieren?

 

 Die Frage ist mit einem klaren Ja oder Nein so allgemein nicht zu beantworten:

Wo ein Produkt viel Handarbeit erfordert, locken natürlich Chinas unschlagbar niedrige Löhne. Andererseits kaufen Chinesen im Ausland hergestellte Ware nicht nur aus Prestigegründen (dieser Effekt schwindet mit Chinas wachsendem nationalen Selbstbewusstsein merklich), sondern auch, weil sie ihr mehr trauen. So etwa im Lebensmittelbereich, wo die Skandale nicht enden wollen (letztes Jahr etwa Baby-Milchpulver ohne Milch und Würste aus rottendem Fleisch; in beiden Fällen gab es Tote). Ebenso bei Arzneien.

 

Zumal nicht einmal alle ausländischen  Groβkonzerne mit Produktionsstätten in China nur Glücksgriffe taten (einige schlossen sogar wieder), sollte sich ein Mittelstandsbetrieb den Schritt jedenfalls gut überlegen:

Jedes Dorf in China empfängt zwar ausländischen Investoren (oder zumindest deren  Geld) gern. Schnell kommt es dabei aber zu Eifersüchteleien und Grabenkämpfen gerade kleinerer Kommunen untereinander: Da fällt dann im Nachbarort, der sich die leckere Auslandsinvestition an Land gezogen hat, schon mal von Geisterhand der Strom aus. Das Recht dazu besitzt der neidische Nachbar selbstverständlich nicht –aber das E-Werk! Und auch wo keine nachbarschaftlichen Querelen drohen, muss zumindest jeder Auslandsbetrieb im Lande oft schon den  Bahnhofsvorsteher seines Ortes fürchten: Kann sogar der doch leicht neue “Abgaben” erfinden. WTO und alles sonstige Recht hin oder her: Er kontrolliert den Bahnhof.

 

Kurz: Ein Produktionsstandort im Lande kann sinnvoll sein. Gerade von kleineren und mittleren Betrieben nicht nur aus Deutschland wird nach unseren Beobachtungen jedoch bisweilen allzu optimistisch „drauflos“ investiert, und das geht dann fast immer schief –nicht nur in China.  

 

Auch stets erwägens- und in den allermeisten Fällen nur empfehlenswert: Die Einschaltung einer Hong Kong Gesellschaft in die Chinaaktivitäten als Zwischenholding: Dass Hong Kong der Beijinger Zentralregierung besonders am Herzen liegt, ist in China landauf, landab bekannt. Auch wenn das manchen Neid erzeugt, so muss sich selbst ein sonst fast allmächtiger Bürgermeister oder Dorfrichter gut überlegen, ob er Unternehmen aus Hong Kong genauso ungestraft kujonieren kann, wie Mittelständler aus Kufstein oder Kiel.  Zumindest im Perlflussdelta wird niemand in den Verdacht kommen wollen, zentral Geplantes willkürlich zu durchkreuzen. Zumal Hong Kong Gesellschaften wenig kosten, schnell gegründet und ausgesprochen pflegeleicht sind (hierzu näher: http://deutsche-consult.com/cserv_germ.html ), ist allein das schon etwas wert.  

 

Mit besten Grüssen
Ihr DEUTSCHE CONSULT Team in
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 How to Sell in China?

Brief introduction to a difficult but rewarding  market

 

Remember China’s Friendship Stores until the early nineties, where foreigners and overseas Chinese could buy a limited variety of imported goodies like light motorbikes, refrigerators, TVs, recorders and appliances? Outside these shops a motley crowd of locals always lay patiently in wait to push bundles of precious cash at any stranger with the privilege to enter those ‘temples of decadence’. Students from overseas in particular were generally eager to -for handsome profit- offer their assistance. Those were the days…

 

Today’s China could not be more different: “Made in China” TVs, PCs, laptops, fridges, washers, dryers, appliances, toys and tools swamp the world, and at home demand is so saturated that price wars are the order of the day.

 

Indeed China is even becoming an exporter of increasingly sophisticated machinery, and those who still believe that e.g. all good printing presses come from Heidelberg or Italy, look again: “Almost as good at half the price” the owner of a printing factory here laconically justified his recent decision to henceforth meet any replacement needs with local machines; a convincing point indeed.

 

So those still thinking of China as a place to clear inventory or dump outdated products, can safely stop reading here: You are beyond redemption!

 

Are My Products Competitive and in Demand in China?

 

is the first and foremost question to be pondered with utmost care. And although there is no shortage of self-proclaimed “China experts” touting “market surveys” and the like, the hard truth is that many of them are not worth your salt: Unless someone with sound knowledge of your very line of business, and  least some of your potential customers as well as competitors in China can be found, a simple stroll through cities like Shanghai will probably give you just as good an overview of consumer products on offer.

Manufacturers of machinery often need not look further than to the nearest fair with Chinese exhibitors: Your introduction (ideally through a Chinese interpreter) as someone, who builds machines for their products, and polite queries conc. their own equipment will almost certainly not be rebuffed. As almost all Chinese master the art of networking to perfection, chances are that your new friend will immediately understand, and duly reward your efforts at least with an address or two in China.    

 

Once satisfied that your products will indeed stand a chance in that vast country, the next question already beckons:

 

 

Where to Start Geographically?

 

China is roughly the size of the United States and geographically as well as culturally at least as diverse. Although most of the 1.3 billion Chinese understand Mandarin, some 500 million have other native tongues: The country’s rich coastal provinces in particular are dominated by Cantonese (approx. 90 mio.), Shanghainese (incl. all dialects 77 mio.) and Fukien (approx. 30 mio.).

 

Those selling consumer goods are well advised to start off where the money is: In the Pearl River Delta, Shanghai or Beijing. Although the average annual income here too is in the area of just over USD 1,000.-, some 200 million Chinese can already afford significantly more than life’s necessities, and the number of seriously wealthy nouveau-riches is rising fast.

 

For vendors of industrial machinery this rule of thumb applies: Guangdong and the Pearl River Delta are home to mostly light industries, electronics etc., whereas China’s motor industry (headed by Volkswagen) is further north in and around Shanghai. To the Northeast lies China’s “rust belt”: Mostly state-owned, often run-down industrial plants from the Mao era; also in Heilongjiang province: The country’s accident prone mining industry.

 

  

Just Exporting to, or Setting-up Shop in, China?

 

Throughout the ages China’s merchants have always been held in very low esteem. Under Mao they were even reduced to loathed pests and parasites, to be reeducated/eradicated like other “thieves of grain”, namely mice, rats and sparrows (birds suffering Mao’s particular dislike). Another brainchild of his Cultural Revolution was that no man should be another man’s servant; thus effectively banning service as a whole: Waiters, farmhands, shop assistants, even nurses followed the call, “shed their shackles”, denounced their former masters as exploiters (effectively a death sentence) and joined the national frenzy. Not surprisingly, food eventually became scarce, resulting in rationing and bizarre witch-hunts: Here again, everyone trying to trade his way out of misery was the enemy!   

 

Today, some 30 years on, China’s traders, and indeed the country’s service industries, have still not fully recovered from those days: A “quick buck” and “make hey while the sun shines” mentality prevail. After-ales service as indeed any service, unless immediately rewarded, is considered pointless; complaints from customers are to be ignored, met with all sorts of excuses –or disdain.

 

Luckily, these attitudes too are changing for the better. As of today, however, virtually all sales agents in China, whether receiving commission or a salary, need some degree of guidance; even more so as Chinese buyers are highly appreciative of any rare incident, where they feel properly served, and word of mouth spreads quickly!

  

Having said that, one should, however, hasten to clarify that You cannot succeed in China without loyal Chinese on your side!  

Foreigners, even where they have lived in the country for years and speak the language fluently, will still be perceived and referred to as “foreign devils”; an everyday expression, which says it all.  Little better fare overseas Chinese, born and bred abroad, often on assignment for US companies: Referred to as “bananas” (inside white, outside yellow) they too stand no chance of being let into that all-important web of relations, bribes, tricks and lies, which locals are born into and use with enviable ease. China’s notoriously corrupt but sheer almighty customs officials are just one case in point: Their strict immunity to any sort of reasoning or reason swiftly mellows, when relatives or friends put in a word -and a due gift of course.

 

On a similar note, China’s Compulsory Certification or CCC system http://www.ccc-mark.com/china-compulsory-certification.html , which subjects 19 categories of goods with 132 subgroups from appliances to latex to testing and certification, is, at least where the process becomes sticky, also best left to local mediation.

 

Foreigners desirous of having their own foothold in China were formerly confined to opening representative offices, which where severely restricted by law and barred from doing business.

This has now changed dramatically, however, as, since December 2004, non-PRC nationals are permitted to incorporate, wholly own and operate full fledged trading companies! The incorporation process seems bearable by Chinese standards and should take 3 to 4 months only. Even minimum capital requirements are outright lenient: USD 36,000.- for retailers, USD 60,000.- for trading companies engaging in wholesale. 

Here too, a Hong Kong incorporated parent company which fully owns the trading subsidiary in China is usually the best and easiest structure (see http://deutsche-consult.com/cserv_eng.html ).

 

 

What Payment Terms Should I Insist on?

 

Payment under “Letter of Credit” or (less safe) “Documents against Shipment” are common terms and widely accepted even by China’s big conglomerates of international repute. A few potential pitfalls, however, are very common and noteworthy:

 

To begin with, even well-known Chinese companies with ample international exposure can be surprisingly lax, when it comes to drafting and signing contracts. In our capacity as trustees acting for the seller, we are, therefore, quite frequently left with the thankless task of explaining to buyers e.g. why some standard text geared to the import of iron ore, grain or other commodities shipped in bulk, is rather ill suited  for the purchase of sophisticated machinery.

Although eventually accepting suggested amendments, the Chinese side is then often puzzled by the “fuss” we make, as from their perspective the L/C terms are all that matters.

 

Generalising of course, it may be fair to say that for many Chinese a written contract is about as binding as a letter of intent elsewhere: Whenever circumstances change or expectations/speculations do not materialise, the disadvantaged party will deem it an unalienable right to renegotiate and, where the other side does not have the courtesy of being duly flexible, eventually renege.

In doing so he has little to fear from China’s courts; even less so, where his “victim” is a foreigner: Judges (in remote areas still today sometimes old soldiers or party veterans of limited literacy) tend to see themselves as protectors of their own against foreign exploitation; none are independent,  all poorly paid, and their rulings often unenforceable. In almost half of the cases debtors simply disappear or close shop, only to reopen the same a few days later under some new name.

Not long ago in Guangzhou, some debtor with influence even had the visiting bailiff beaten half dead by members of the local militia –and got away with it!

 

From what one hears, ICC arbitration rulings from overseas (often Paris or Geneva) fare even worse: The enforcement rate here standing well below 50 per cent.

 

For vendors this means that they cannot fully rely on a “firm” order from Chinese buyers before holding the relevant L/C in hand.  Where a purchase is about made-to-order products, which cannot easily be sold elsewhere, they are strongly advised to insist that at least a substantial part of the agreed price be paid up-front.  

 

But even the L/C itself can contain clauses, which defeat its very purpose as an instrument to secure payment. One is so common that it shall be mentioned here:

Where an L/C stipulates that “the Bill of Lading or Airway Bill be made to the order of the buyer”, any vendor doing so runs a big risk, as the shipper, forwarder or airline will then release the goods directly to the buyer.  In the event that the documents submitted under the L/C are not conform to its requirements (as is frequently the case), the bank will rightly refuse payment; -and so will the lucky buyer, who now enjoys the goods for free!

 

Where we come across such clauses, we usually just ignore them and simply have the Bill of Lading made to the order of the L/C opening bank: The shipper will then only release the goods to the buyer with that bank’s consent, for which it is fully liable.

The big advantage: Where the bank named in the Bill of Lading finds inconsistencies in the L/C documents, it may only refuse payment if it is still in possession of the goods and holds them at the vendor’s disposal! In practice any buyer genuinely wanting/needing the merchandise, will then swiftly authorize his bank to accept those flaws in the documentation, whereupon the vendor receives his money minus a small discrepancy fee, and all happily part ways.

 

As mentioned earlier, “Cash against Documents” may be a viable alternative to L/C terms, where the vendor is prepared to face the following risk: Rather than taking up the Bill of Lading and thus the goods, some buyers (not only in China!) have made it their habit to go back to the seller, demanding a better price. Where the merchandise is already shipped and upon arrival at its destination stiff warehousing charges loom, a sufficiently ruthless buyer then clearly has the vendor cornered, although the latter, unless a total dimwit, will only fall for this one once.  

 

Exporters quite frequently –and somewhat routinely- demand that Chinese L/Cs opened in their favour be confirmed by a bank in their home country. Where the buyer accepts the relevant extra expense, all is well and good. Where he does not, however, it may be safe for the vendor to relent:

China’s banking system is certainly burdened with stellar amounts of bad loans, mainly used to drip feed moribund state-owned enterprises, with most, if not all of that money effectively lost! Anyone hinting at an imminent collapse of the country’s financial system (and few do!) would, however, conveniently forget that China’s banks are state owned too, that the central government has enough other things on its platter not to want a banking crises, and that it is armed with a handsome war chest of some USD 600 billion in foreign reserves alone; more than enough to extinguish any fire.

 

 

Should I also Manufacture in China?

 

If someone told you that, to get a glass of milk, you have to buy the cow, he would be considered a joker at best. The same, of course, holds true for all those looking to China. Here too  the simple logic applies that one should only spend money if and when one needs to: Many an ill fated foreign investment in the country could have been avoided, if the owner had only kept the money in his pocket and concentrated on sales instead.

 

On the other hand China’s availability of ample cheap and relatively skilled labour is certainly a draw, and in time, a well planned move into local manufacturing can be the logical “next step”.  

 

As to Chinese consumer sentiment, the perception of everything foreign as being a status symbol is somewhat fading. Often however, –and above all where it comes to cosmetics, canned food, baby food etc.- foreign products enjoy greater trust; and in view of frequent scandals over e.g. locally made fake milk powder, tainted baby food, rotten meat plus highly toxic chemicals in Chinese sausages etc., etc. -and resulting loss of life, buyers certainly have a point.  

Sellers of such “sensitive” items in particular may have to carefully consider this before localising production.

 

In any event, however, when investing in China, it is highly advisable to do so via Hong Kong: The latter is much more than just a tax haven and “Gateway to China” with the world’s biggest container terminal and one of its busiest airports, both handling over one third of the PRC’s foreign trade: This, our role as China’s through-port and cargo handler may, and over time will, be replaced by the country’s own facilities. Just look at London’s or New York’s docks today.

 

More importantly, our new emperors in Beijing (not unlike Hong Kong’s former British colonial rulers) want to keep us so busy with making money that we have no time for politics. To this end, they see our role as that of a financial and service centre at least for the Pearl River Delta, a powerhouse of 40 million people, generating 36 per cent of the entire country’s exports, a BIP of USD 271 billion in 2001 (probably well over 300 bln. now), and China’s highest annual per capita income of USD 3,800.-.

 

The few “Made in Hong Kong” products that we still make, are exempt from Chinese import duty, and Hong Kong’s accountants, solicitors, doctors etc. can relatively easily obtain licenses to practice across the border.

And Beijing’s favours keep on coming: Hong Kong is now the only place outside the PRC, where banks open Renminbi accounts, and buyers can pay with Renminbi cash or Renminbi credit cards.  

 

But there is yet another important benefit, intangible though very real: 

It is a sad reality that local officials, mayors, judges etc. (even more so those in rural areas) quite often see themselves above the law and foreigners in their fiefdom as little more than welcome sources for personal gain. At least in the Pearl River Delta, they are, however, likely to think twice before blatantly extorting money from a Hong Kong company. Hong Kong is close by, and Beijing’s special attention to its wellbeing widely known.

As companies here are easily incorporated, just as easy to maintain, and, properly structured, cost little (http://deutsche-consult.com/cserv_eng.html ), this “protection” alone may make the exercise worthwhile.

 

 

With best regards

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