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China News & Views 10/03
English Version below
Einkaufen in China: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.
Mit seinen spottbilligen Löhnen -ein Fabrikarbeiter, der USD 50.- im Monat (!) heimbringt, ist schon ganz gut dran- produziert China ganze Industriezweige in Europa, USA, Japan und längst auch Taiwan rapide ins Aus: Wer dort überleben will, muß lohnintensive Produkte aus China beziehen und mutiert daheim vom Hersteller zum Importeur und Händler.
Längst sind es nicht mehr nur Taschen, Spielzeug, Schirme, Kunstblumen, Fahrräder, Haushaltsgeräte und Werkzeug : Nachdem der heimische Markt für Kühlschränke, Waschmaschinen, Air Conditioner, Fernseher, Recorder, Computer usw. inzwischen gesättigt ist (die gut 200 Millionen, die sich derlei "Luxus" leisten können, sind eingedeckt, und die restliche Milliarde Chinesen zählt mangels Kaufkraft nicht), drücken große Hersteller wie Haier, TCL usw. noch stärker auf die Weltmärkte. Ihre Qualität und inzwischen auch Designs stimmen, völlig unschlagbar ist obendrein ihr Preis.
Gerade was die Qualität angeht, sind die genannten Großbetriebe jedoch eher die Ausnahme: Egal was sie herstellen, beim Gros der unzähligen kleineren und mittleren Fabriken Chinas, auch wenn sie maschinell modern ausgestattet sind, ist die Serienfertigung qualitativ nicht sonderlich stabil. Konsequente Kontrollen schon im Produktionsverlauf (große Stärke der Japaner) gibt es eher selten, und das von irgendeinem chinesischen Prüfer so gnädig wie schnell ausgestellte ISO 9000 Zertifikat vieler Betriebe verkommt allzu oft zum Wandschmuck.
Gerät das Endprodukt dann (wieder) einmal nicht ganz so, wie es sein sollte, ist die Versuchung groß, es dem Käufer irgendwo fern in Übersee -jedenfalls wenn er vorausbezahlt oder ein Akkreditiv gestellt hat- erst einmal in den Container zu stopfen. Moniert der Empfänger der Sendung dann entsetzt 20 oder 30 Prozent Ausschuß, bietet der Chinese freundlich an, diesen durch Mehrlieferung bei der nächsten Bestellung gutzumachen. Sorgt der Käufer bei der nächsten Runde dann immer noch nicht für gründliche Kontrollen, erhält auch die Ersatzlieferung leicht einen unverändert hohen Anteil Schrott, dessen Entsorgung oft auch noch Kosten macht.
Um diesen Teufelskreis zuverlässig zu meiden, gibt es eigentlich nur zwei Möglichkeiten:
Entweder übernimmt der ausländische Käufer zumindest die Endkontrolle der Ware vor deren Verschiffung selbst. Wo er vor Produktionsbeginn -wie häufig- größere Summen anzahlen oder ein Akkreditiv stellen mußte, ist es jedoch auch dann schon zu spät. Oder er schaltet professionelle Einkaufsagenten/Qualitätsprüfer ein (wir selbst haben kürzlich die in diesem Bereich seit 1997 tätige Shanghai Star Ltd. übernommen http://deutsche-consult.com/shanghai_profile_germ.html ) Letztere erledigen für ihre Kunden auf Wunsch dann den gesamten Einkauf in China, einschließlich Lieferantenauswahl, Preisverhandlungen und Qualitätskontrolle(n) bis hin zur Verschiffung.
Zugegeben, der Service ist nicht umsonst. Sicherheit hat jedoch auch ihren Preis, zumal wenn der Agent auch beim Bezahlen der Ware Treuhandfunktionen übernimmt: Chinesischen Herstellern meist besser bekannt und greifbarer als irgendein Käufer in Übersee, müssen sie mit der Bestellung oft nicht die übliche Vorkasse leisten, Akkreditiv stellen usw., sondern erst bei Verschiffung zahlen.
In der Praxis hinterlegt der ausländische Käufer den Kaufpreis dann zunächst beim Agenten (auch der will Sicherheit!), und letzterer zahlt ihn dem chinesischen Lieferanten erst aus, wenn er die Ware unmittelbar vor Verschiffung geprüft und für gut befunden hat.
Speziell in Hong Kong gehen einige in ihrem Service sogar noch einen gehörigen Schritt weiter, indem sie gegenüber ihrem ausländischen Kunden selbst als Verkäufer fungieren: Der offiziell in Rechnung gestellte Verkaufspreis ist dann so kalkuliert, daß ein Gutteil des Gewinnes in Hong Kong verbleibt, und hier mit ganzen 17.5 Prozent zu versteuern ist. Die Differenz zwischen Rechnungs- und echtem Verkaufspreis erhält der Ausländer (abzüglich 17.5 % natürlich) dann so diskret wie formlos irgendwo auf ein Konto seiner Wahl....
Aus Hong Konger Sicht ist derlei Treiben völlig legal, im Gegenteil: Der hiesige Fiskus verdient über besagte 17.5% Steuern freudig mit. Und daß sich hieran etwas ändert, ist auch unwahrscheinlich, denn während andere Steueroasen weltweit auf den massiven Druck aus USA und EU Wirkung zeigen, hält Beijing eifersüchtig seine schützende Hand über Hong Kong; und wer will sich mit China heute schon ernsthaft anlegen.
Mit besten Grüßen aus Hong Kong
Ihr DEUTSCHE CONSULT Team
1/F
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12-14 MacDonnell Road,
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Buying from China: Better be Safe than Sorry!
With its ant-like army of dirt-cheap labour -a factory hand gets take-home wages of USD 50.- or so per month (!)- China's manufacturing industry is rapidly pushing its counterparts/competitors in the States, western Europe, Japan and even Taiwan to the wall: As a consequence, those countries have no alternative but to shift production of labour intensive goods to "The Middle Kingdom", thus often mutating from manufacturers to importers/traders in the process.
Gone are the days when "Made in China" mainly stood for bags, toys, umbrellas, artificial flowers, bikes, kitchen items and handheld tools: As the domestic market for refrigerators, washing machines, air conditioners, TV sets, DVD players, computers etc. is getting increasingly saturated (some 200 Mio. Chinese, who can afford such "luxuries" have them; the remaining 1 Billion paupers not counting anyway) manufacturing giants like Chinese Haier or TCL increasingly turn to world markets. Their products are of good quality, (meanwhile) sleek design, and offer good value for money.
When it comes to consistently good quality, these Alpha males are, however, not the rule: Just a few notches down, China's manufacturers still struggle to keep their standards of production stable. Systematic quality control already in the course of manufacturing (one of Japan's great strengths) is usually slapdash or even absent, and relevant ISO certifications, where from some "lenient" local institution, are often best seen as an ornament to decorate the wall.
Resulting mishaps are far from scarce, and when the end products unsurprisingly have "minor flaws", it is only too tempting to stuff them into the container for shipment to an unsuspecting overseas buyer anyway; -even more so, where the latter has (as often required) already prepaid, made a substantial downpayment or opened a Letter of Credit! Screams and yells from the outraged recipient then usually meet with the manufacturer's promise to replace those 20 or 30 per cent of flawed goods, when shipping the "victim's" next order; more often than not, this next shipment (and the said replacements) being just as flawed.
In such a sadly common scenario, "supplier hopping" is rarely the answer, and realistically the overseas buyer then has just two choices: Either he does his own on-site inspection before shipment (and even that will be too little too late, when the Chinese supplier already holds prepayment or an L/C in hand);
OR the whole purchasing process is, from the outset, left to a reputable procurement agent/quality controller here (we only recently took over Shanghai Star Ltd., specialists in this field since 1997; see
http://deutsche-consult.com/shanghai_profile_eng.html ): The latter then advise on suitable manufacturers, prices, and keep a keen eye on everything until shipment. Furthermore, they can often negotiate "payment upon shipment" terms with the supplier. The buyer, when placing his order, then remits the purchase price to the said agent, who holds the funds in trust and only releases them, when satisfied that everything is in good order.Admittedly, even procurement agents and quality controllers do not work for free.
Some Hong Kong based procurement agents do, however, offer yet another service in the sense that, versus their client, they themselves assume the role of the vendor on record: The invoiced (marked-up) sales price then leaves much of the profit from the transaction in Hong Kong , where all-in tax is a mere 17.5 per cent. The resulting windfall (after deduction of the said 17.5 %, naturally) is then discreetly and routinely sent to an account of the overseas buyer's choice.
In Hong Kong this practice is totally legal, and our government gladly pockets such additional tax revenue. In this sense we may well be one of the very few havens to survive all the pressure brought to bear on other islands and small countries by the USA and EU in unison: Beijing jealously protects Hong Kong from any and all sorts of "foreign meddling", and who in the world would not think twice before offending China?
With kind regards
Your DEUTSCHE
CONSULT Team
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